Die christliche Welt feiert Weihnachten. Die Stimmung schwankt zwischen Einkaufsstress und feierlichen Gefühlen. Weihnachten ist das Fest der Familie. Menschen, die zusammengehören, aber oft weit entfernt voneinander leben oder dem Lebensstil nach sehr different sind, treffen sich, um gemeinsam zu essen, zu trinken und sich zu beschenken. Aber nicht allen ist der Weihnachtsfriede recht. Manche werfen ideologische Streubomben und Nebelgranaten, um den Menschen ihr natürliches Bedürfnis nach familiären Zusammenhalt und Spiritualität auszutreiben.
An Taktgefühl und Einfühlungsvermögen hat es den Bewohnern der roten Tintenburg des Sozialministeriums schon immer gemangelt. Die feine Klinge war niemals das bevorzugte Stilmittel ihrer Kommunikation. Vor allem, wenn dort hemdsärmelige Gewerkschaftsfunktionäre das Sagen haben, überwältigt eine Politik der dumpfen Wucht die Kunst der wohldosierten und feinfühligen Staatsführung. Anstelle sich darüber Gedanken zu machen, wie man den durch die verfehlte Politik der letzten Jahre in die Armut getriebenen Menschen ein frugales Weihnachtsfest ersparen könnte, ist das ideologisch gefestigte Ministerium gnadenlos und mit fortschrittlicher Vehemenz mit einer Kampagne für „Orgasmus-Gerechtigkeit“ an die Öffentlichkeit getreten. Ein wahrlich passendes Thema für die stillste Zeit des Jahres und absolut familientauglich. Gerade dann, wenn die österreichischen Christen der Geburt ihres Heilands gedenken, mit der Orgasmusfrage zu kommen, ist schon ein starkes Stück. Aber für Parteisoldaten ist für ideologische Zerstörungsarbeit immer die richtige Zeit. Durch nostalgische Sentimentalität kann man sie nicht stoppen.
SPÖ – eine opportunistische Partei