Und wieder ist ein Mann, der in Deutschland frei herumlaufen durfte, tatsächlich aber hinter Schloss und Riegel gehört hätte, durch eine Gewalttat von unglaublichem Ausmaß aufgefallen. In einer sozialen Einrichtung in der norddeutschen Stadt Stade hat der Türke Fatih G. SECHS Menschen umgebracht, weil er mit einem Sorgerechtsstreit emotional nicht fertig geworden ist. Wer angesichts eines Sorgerechtsverfahrens nicht die Contenance behalten kann und sechs Menschen tötet, gehört nicht ins Gefängnis, er gehört ein Leben lang in eine Irrenanstalt, und zwar in der Türkei. Und auch wenn er dort bereits 30 Jahre verbracht hat, sollte er keine Hafterleichterungen und keinen Ausgang, nicht einmal einen von schwer bewaffneten Polizisten begleiteten, erhalten. Fatih G. muss für immer hinter Anstaltsmauern verschwinden, und zwar nicht, weil er die Rache der Gesellschaft spürten soll, sondern weil die Bevölkerung vor einem Menschen, der bar jeder Impulskontrolle ist, nachhaltig geschützt werden muss.