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gegen den zeitgeist
Veröffentlicht: 15.01.2026

Dem Hass kommt eine unverkennbare Intention der Vernichtung zu. (Aurel Kolnai)

Es kann für mich keinen Zweifel daran geben, dass die Grünen eine säkulare Religionsgemeinschaft sind. Per definitionem liegt jeder Religion ein manichäisches Weltbild zu Grunde. Der Manichäismus ist die Lehre von der Spaltung der Welt in Gutes und Böses. Gutes und Böses befinden sich in einem ständigen Kampf auf Leben und Tod. Die grüne Weltwahrnehmung ist manichäisch. Genau wie die der Marxisten. Ständig ist man aufgebracht, dauernd erschüttert, immer sieht man sich herausgefordert und überall lauert der niederträchtige Feind. Die Grundhaltung des durchschnittlichen Grünen ist die Unentspanntheit. Gelassenheit kommt unter Grünen niemals vor.

Religionshass als der glühendste Hass

Der Philosoph Aurel Kolnai hat in seinem Aufsatz über den Hass den Religionshass als den glühendsten Hass beschrieben. Der Grund dafür ist, dass das religiöse Denken die Welt als Kampfplatz sieht, auf dem sich das Gottesheer und das Teufelsheer gegenüberstehen. Und der Konflikt zwischen den beiden Kontrapositionen läuft auf eine finale Schlacht hinaus, in der dann eine der beiden Seiten die endgültige und totale Vernichtung erfährt. Mit dem Teufel kann es keine Koexistenz geben. Kommt der jüngste Tag, und man hat die Möglichkeit zu seiner Vernichtung, dann muss diese vollzogen werden. Deshalb sind religiöse Bewegungen immer unversöhnlich, geht es ihnen immer um alles oder nichts. Und weil der Kampf existentiell ist und es immer um Sein oder Nichtsein geht, ist der Hass ein ständiger Begleiter aller Involvierten. 

Linke Weltbilder sind säkulare Religionen

So gesehen, ist auch der Marxismus eine Religion. Denn auch in seiner Welt stehen sich Gut und Böse, die Arbeiterklasse und die Bourgeoisie, unversöhnlich gegenüber. Und Erlösung und Frieden kann es nur geben, wenn eine der beiden antagonistischen Klassen die andere vernichtet. Aufgrund der marxistischen Eschatologie wird die Arbeiterklasse am Ende gewinnen, was zugleich das Ende der Geschichte bedeutet, wie wir sie kennen. Mit dem Sieg der Arbeiterklasse verwandelt sich die antagonistische Gesellschaft des permanenten Klassenkampfes in ein ewig währendes harmonisches Paradies. Marx und Engels beschreiben uns ihr Elysium im Werk "Die Deutsche Ideologie" wie folgt: "In der kommunistischen Gesellschaft kann ich heute dies, morgen jenes tun, vormittags jagen, nachmittags fischen, abends Viehzucht treiben, nach dem Essen kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne jemals Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden". Natürlich muss eine Gruppe, der man unterschiebt, dass sie der Realisierung einer solchen humanistischen Idylle entgegensteht, den Hass der Menschen auf sich ziehen. Die versprochene Idylle vor Augen, ist ihnen jedes Mittel recht, die Glückszerstörer aus dem Weg zu räumen, sie endgültig zum Schweigen zu bringen und zu vernichten. 

Der echte Hass ist der Widerpart der Demokratie