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gegen den zeitgeist
Veröffentlicht: 18.07.2026

Die Christen sind die weltweit am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft. Das Erste, was der neue Diktator Syriens, kurz nachdem er an die Macht gekommen war, befohlen hat, war die massive Verfolgung der Christen des Landes. Zudem hat Ahmed al-Scharaa auch die Kurden und die Alawiten dem Terror seiner radikal-verrückten Gefolgschaft ausgesetzt.

Wer gegen "den Russen ist", hat alle Freiheiten dieser Welt

Wieder einmal äußerst zurückhaltend kommentieren UNO, EU und die Kirchen die noch immer laufenden IS-Vernichtungsaktionen in Syrien. Wie sagt man unter Diplomaten so schön: "Scharaa ist eine Bestie, aber er ist unsere Bestie". Und nur darum geht es. Niemals um die Menschenrechte, immer nur um Machtpolitik und ökonomische Vorteile. Es zeigt sich anhand dieses Falles aber auch ein zweites allgemeinmenschliches Phänomen: Für Menschen ist Moral offensichtlich nichts anderes als ein zweckrationales Narrativ, das entweder verwendet wird, um den Blick auf sich ereignende Unmenschlichkeiten absichtlich zu verstellen oder um es als argumentative Keule gegen die politischen oder wirtschaftlichen Gegner einzusetzen. Ein kurzes Beispiel zur A-Moral unserer Zeit. Wer heute gegen "den Russen" ist, dem ist in der internationalen Politik alles erlaubt. Da kann man dann, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden, einen "Oligarchen" in Monaco in die Luft sprengen lassen und davor eine ganze Pipeline. Es ist egal. Die Medien verräumen solche Ereignisse ins letzte Eck ihrer Berichterstattung. 

Noch kein Land hat Europa einen größeren wirtschaftlichen Schaden zugefügt als die Ukraine durch die Sprengungen der Nord-Stream-Pipelines. Das günstige russische Gas, wohl hauptverantwortlich für das europäische Industriewunder, war danach weg. Jetzt importieren die Europäer teures LNG, überwiegend aus Russland, das mit Flüssiggas-Tankern, von denen einer 300 Millionen Euro kostet, in die Niederlande oder nach Frankreich gebracht wird. Von dort wird es dann weiterverkauft, auch nach Österreich. Zu einem über viermal so hohen Preis als früher das günstige Gas, das über die Pipelines nach Europa kam. Um einen völlig idiotischen Abnutzungskrieg gegen Russland führen zu können, ist den Wahnsinnigen in Brüssel kein Schaden zu groß, der im Gefolge ihrer Politik der europäischen Bevölkerung entsteht. Es scheint, als wären wir der Mentalität nach in unseren Tagen wieder der Zeit des Manchester-Liberalismus nahe gekommen. Damals betrachtete man die Menschen lediglich als Produktivkraft, die vernutzt wurden wie Energie und technische Apparaturen.  

Aber kommen wir zum "Antichristianismus", der gerade massiv Europa ergreift. Er wird, und das ist interessant, auch von den europäischen Regierungen und ihren Sektenstellen befördert. Zwar nicht mit Mitteln der rohen Gewalt, wie das in den muslimischen oder retrokommunistischen Ländern wie Nordkorea der Fall ist. Anstelle dessen mit gezielter Propaganda. Dabei wird zwischen den guten und den bösen Christen unterschieden. Gut sind jene Christen, die den angepassten und weichgespülten Amtskirchen noch immer wie Schafe hinterherlaufen. Ist man hingegen einer Freikirche zugeneigt, dann gilt man den von Regierung und Bischöfen gesteuerten Sektenstellen zumindest als Vertreter eines gemäßigten Satanismus. So klingt jedenfalls die Rhetorik, die aus den seltsamen Sekten-Einrichtungen zu uns nach außen dringt. 

Felix Nmecha - neues Hassobjekt der Sektenbeauftragten

Der Fußball war diesmal der Anstoß, um die Manipulations- und Hasskeule gegen nicht-Papst-konforme Glaubensgemeinschaften zu schwingen. Die Wiener Sekten-Inquisition im österreichischen Bundeskanzleramt hat bei der WM betende Fußballer entdeckt. Ein Beispiel dafür ist der deutsche Fußball-Star Felix Nmecha. Nach einem der wenigen Spiele der deutschen Nationalmannschaft beim aktuellen WM-Turnier geriet er ins Visier des Sekten-Geheimdienstes, nachdem er bei einem Interview Folgendes gesagt hat: „Wir sind im Spiel Gegner, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder. Wir haben einfach ein kleines Gebet zusammen gemacht, weil wir dankbar sind. Jesus wird durch das Spiel verherrlicht.“ Und nach einem seiner Torerfolge kniete er am Spielfeld nieder und dankte Gott. Wäre er ein Papst-Verehrer gewesen, hätten die Sektenstellen gejubelt. Oder gar ein Moslem. Dann wäre er ein Held gewesen. Aber weil der Mann einer Freikirche angehört, wurde er zu einer Art spirituellen Rattenfänger von Hameln stilisiert. Nmecha wirbt für die Konkurrenz der Großkirchen, für die evangelikalen "Ballers in God". Und deshalb öffneten sich die Tore der Hölle und die Inquisitionsapparaturen der Postmoderne, die Sektenbeauftragten, traten auf den Plan. Denn auch den Kirchen geht es nicht um Gott. Alles ist viel banaler. Es geht den Kirchenmännern um Marktanteile, politischen Einfluss und das Spendenaufkommen. Die Spirituellen sind offenbar bodenständiger und nüchterner, als sie uns glauben machen wollen. 

Hetze gegen die Evangelikalen