Politikern der FPÖ werden immer wieder ihre Jugendsünden vorgeworfen. Wenn es gerade zweckmäßig ist, wird ein Liederbuch mit fragwürdigen Inhalten aus irgendeinem Keller hervorgezaubert oder es werden Fotos über ihre kindischen Indianerspiele im Wald verbreitet. Die politischen Jugendeskapaden der Linken hingegen werden verschwiegen.
Anti-Rechte-PR-Aktionen linker Parteien werden im Fachjargon „instrumenteller Antifaschismus“ genannt. Das bedeutet, dass der für die Demokratie essenzielle Grundgedanke des „Niemals wieder“, zu einem Zweckmittel der Machterhaltung herabgewürdigt wird. Besonders Sozialdemokraten in Österreich und Deutschland sind schnell mit dem „Fascho-Etikett“ bei der Hand. Im Primitivjargon der Antifa versuchen sie dieserart intellektuell und rhetorisch überlegene politische Gegner aus dem Weg zu räumen. Die einseitigen Kaufmedien, sie hängen am Staatstropf, weil aus eigener Kraft nicht mehr überlebensfähig, geben diesen politischen Kampagnen bereitwillig Geleitschutz und weiden Nichtigkeiten über Wochen genussvoll aus.
Linke und rechte Gemeinsamkeit: Israel muss weg
Jeden vernünftigen Menschen ist schon immer klar gewesen, dass linker Radikalismus nicht weniger gefährlich ist als rechter. Um das zu verschleiern, blasen vor allem Sozialdemokraten und die ihnen weltanschaulich verwandten Kommunisten den Rechtsradikalismus zum überlebensgroßen Monstrum auf. Dass zur selben Zeit ihre linke Antifa durch die Straßen marodiert und politisch Andersdenkende zusammendrischt, ist ihnen scheißegal. Ihnen geht es nur um die Macht und nicht um die Sache selbst. Oft ist es nur ein Zufall, ob ein radikalisierter junger Mensch auf der extrem rechten oder extrem linken Seite des politischen Spektrums landet. Haben doch die beiden Extrempositionen viel miteinander gemein, zum Beispiel die Militanz und den Antisemitismus. Heute tun sich tatsächlich Links- und Rechtsextreme mit legalistischen und militanten antizionistischen Muslimen zusammen, um gegen den Staat Israel, der gerade einmal so groß ist wie Niederösterreich, zu toben und zu hetzen. Daran zeigt sich, das der Faschismus ein lagerübergreifendes politisch-religiöses Phänomen ist. Er kann kommunistisch, sozialistisch, libertär, rechts-nationalistisch, katholisch oder muslimisch grundiert sein. Um wirkungsvoll gegen ihn vorzugehen, muss man alle diese Lager unter die Lupe nehmen und nicht nur die rechte Seite des politischen Spektrums. Dass das nicht passiert, ist ein deutlicher Indikator dafür, dass der rezente Antifaschismus komplett verdinglicht und entfremdet ist, nur mehr eine leere Hülle darstellt, die, emotional überladen, ausschließlich dem Nutzengewinn von politischen und religiösen Beutegemeinschaften dient. Adorno würde sagen, er ist zu einem Zweckinstrument einer degenerierten instrumentellen Vernunft verkommen.
War Babler in seiner Jugend Kryptokommunist?