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gegen den zeitgeist
Veröffentlicht: 06.05.2026

Wir leben im Zeitalter des eiskalten Egoismus und der Lüge. Vor allem die Lüge befördert den schnellen Tod unserer Werte und unserer Kultur. Denn sie ist das Gift, das in den Menschen die Fähigkeit zum gegenseitigen Vertrauen und zum humanen Miteinander zerstört. 

Eine Gesellschaft basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Jeder soziale Organismus stirbt, wenn seine Mitglieder glauben, jedes Versprechen auf seinen Wahrheitsgehalt hin überprüfen zu müssen. Das Misstrauen ist das Ende von Spontanität, Produktivität und Begeisterung. Regiert es, entsteht eine verbissene Kontrollgesellschaft, eine Gesellschaft des destruktiven Zweifels.

Der erlogene EU-Beitritt

1994 wurde in Österreich über den EU-Beitritt abgestimmt. Im Vorfeld haben die Eliten aus Politik und Wirtschaft Abermillionen in marktschreierische Meinungskampagnen gesteckt. Alle Zielgruppen, die Jungen und die Alten, die Männer und die Frauen, formal Hochgebildete und Bildungsferne, wurden detailliert durchleuchtet und exakt ins Visier der staatlichen Kommunikation genommen. Die Konstellation war ähnlich wie zur Zeit der Corona-Epidemie. Der Staat arbeitete nicht für, sondern gegen seine Bürger. Mit einem selten dagewesenen Aufwand an budgetären Mitteln wurden die Menschen auf Linie gebracht. Das Manipulationsprojekt war erfolgreich. Zwei Drittel der Österreicher stimmten für den Beitritt. Viele von ihnen würden sich heute gerne wieder ihre Stimme von damals zurückholen, wenn sie nur könnten. 

Ein buntes Bouquet aus Lügen

Vor dem EU-Beitritt, der 1995 erfolgte, versprach man den Österreichern das Blaue vom Himmel. Aber die Kernversprechen wurden allesamt nicht gehalten. Die Initiatoren der EU-Kampagne wussten von Anfang an ganz genau, dass die meisten ihrer Schecks nicht gedeckt waren. Aber das hielt sie nicht davon ab, den Österreichern trocken ins Gesicht zu lügen. Begründet wurde das unmoralische Verfahren mit dem ehernen Grundprinzip jedes Totalitarismus. Lüge und Betrug sind berechtigt, wenn es um „große Menschheitsthemen“ geht. So wurden auch die Kreuzzüge, die sowjetischen Gulags, die Konzentrationslager des Faschismus und zuletzt das Corona-Zwangssystem begründet. Auf dem Weg ins Paradies ist es legitim, auch Grund- und Menschenrechte mit den Füßen zu treten. Die großen totalitären Tragödien ihrer Geschichte wären der Menschheit erspart geblieben, wäre das Handeln der Mächtigen von Pragmatismus und nicht von Fanatismus geleitet worden.