Die Geschichte von Michael Kyrath und seiner Frau, sie stammt übrigens aus Neulengbach in Niederösterreich, macht uns nachdenklich. Ihre Tochter Ann-Marie wurde am 25. Januar 2023 in einem Regionalzug in der Nähe von Brokstedt gemeinsam mit ihrem Freund Danny von einem Messerangreifer getötet. Vom Staat bekamen die Kyraths ein paar Gratisstunden beim Psychologen. Und das war es dann auch schon.
Ann-Marie Kyrath war 17 Jahre alt und verliebt, als sie mit ihrem Freund Danny im Regionalzug saß. Sie turtelten vergnügt. Die Liebe war frisch, gerade ein paar Wochen alt. Der mehrfach vorbestrafte Asylwerber Ibrahim A., ein Palästinenser mit ungeklärter Staatsangehörigkeit, war auch im Zug. Er hätte schon längst nicht mehr in Deutschland sein sollen, denn sein Asylantrag war abgelehnt worden. Nur wenige Tage vor dem Doppelmord war Ibrahim A. aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Dort hatte er rund ein Jahr gesessen, nachdem er bereits einen anderen Mann mit einem Messer schwer verletzt hatte.
Aber die Behörden ließen ihn frei, trotz seines Vorstrafenregisters und obwohl er illegal in Deutschland aufhältig war. Hätte es Ausreisezentren wie in Dänemark gegeben, wäre er dort eingesessen und nicht im Zug gewesen. Aber weil solche Zentren von christlichen NGOs als unmenschlich gebrandmarkt werden, war der Kriminelle auf freiem Fuß und tötete das Liebespärchen. Das Leben von zwei glücklichen jungen Menschen wurde ausgelöscht. Der tiefere Grund dafür: kollektive suizidale Flüchtlingsempathie. Sie wird noch vielen Menschen das Leben und die psychische Gesundheit kosten.
Warum hat der Täter zugestochen?
Eine Frage, die seit der bestialischen Bluttat häufig gestellt wird. Michael Kyrath, ein gebrochener Mann, hat sie mir im Rahmen eines privaten Gespräches zu beantworten versucht. Es war seiner Meinung nach die Wut des Täters auf sein verpfuschtes Leben und auf Deutschland, weil ihm das Land kein Asyl gewährte. Angesichts seiner Misere konnte er den Anblick eines glücklichen Paares nicht ertragen und hat es ausgelöscht.