Früher hat man den Krampus als Begleiter des Nikolos abgeschafft, um Kinder nicht zu erschrecken. Heute schickt man zu traumatisierten Jugendlichen einen Sozialpädagogen, der implantierte Teufelshörner am Kopf trägt und auf der Stirn ein riesiges tätowiertes Pentagramm.
Für mich ist es absolut nicht nachvollziehbar, wie Eltern ihre kleinen Kinder zu Veranstaltungen bringen können, bei denen ihnen riesengroße Transen Geschichten vorlesen. Meine sechsjährige Tochter, man kann sagen, sie ist ein sensibles Wesen, würde sich vor solchen grell geschminkten monströsen „Riesenfrauen“ fürchten und in Tränen ausbrechen. Sie schreckt sich schon, wenn in Kinderbüchern Gespenster oder ein Yeti vorkommen. Und für unsere Ältere – sie ist 14 Jahre alt – wäre es abstoßend, würden vor ihr halbnackte Männer als Frauen verkleidet im Stringtanga lasziv tanzen. Böse Träume würden sie daraufhin nicht heimsuchen, aber sie wäre ordentlich angeekelt, weil Teenager in der Pubertät häufig aufdringliche Nacktheit und indezente sexuelle Symbolik als abstoßend empfinden.
Die Magistratsabteilung 11 und der Abraxas-Kult