Österreich und Deutschland sind Länder, in denen das Gedenken an den Holocaust zur Staatsräson gehört. Es ist sozusagen existentiell mit diesen Staaten verbunden. Ohne antifaschistische Gesinnung würden die beiden Staaten, allein aufgrund des Leides, das sie der halben Welt und vor allem den Juden vor gar nicht langer Zeit zugefügt haben, begründetermaßen ihr Existenzrecht verwirken.
Das ist die offizielle, die Vorderseite der Münze. Die Rückseite ist seit Anbeginn des antifaschistischen Gedenktheaters, Rudolf Burger klassifizierte es zu Recht als „Staatsfolklore“, ein Emblem für den miserabelsten, wenn auch geschickt als „Israelkritik“ codierten, Judenhass. Man findet ihn in dieser Intensität nur dann, wenn man sich in die arabische Welt oder nach Spanien verirrt.
Der sozialdemokratische Antisemitismus eskaliert
Das neueste sozialdemokratische Symbol des rezenten Antisemitismus ist der spanische Ministerpräsident Sánchez. Er hat es doch glatt gewagt zu sagen, dass der Beginn von Israels „Invasion in Gaza“ der 7. Oktober 2023 gewesen wäre. Dass an diesem Tag das größte Massaker unter Juden seit dem Holocaust von der Hamas begangen wurde, ist ihm, was für ein Zufall, entfallen. Dass diese politische Schweinerei aus dem Mund eines Sozialdemokraten gekommen ist, verwundert mich als jemanden, der sein halbes Leben in sozialdemokratischen Strukturen verschwendet hat, kein bisschen. Waren doch die Sozialdemokraten immer mit Antisemiten durchsetzt. Am Beginn stand Karl Renner, der schon in der Zwischenkriegszeit das Klima des Parlamentarismus mit Judenhetze verunreinigt hat. Nach dem 2. Weltkrieg ging es dann munter mit dem Innenminister Helmer weiter, der engagiert damit beschäftigt war, die Restitution von Nazi-Raubvermögen an seine jüdischen Besitzer zu verzögern. Den absoluten Gipfelpunkt des sozialdemokratischen Politiktheaters erreichte der Antisemitismus unter Bruno Kreisky, der – selbst ein Jude – die Juden als „mieses Volk“ bezeichnete. Kein Einzelfall des jüdischen Antisemitismus, ein Rückblick auf Otto Weininger gibt darüber Aufschluss. Zu guter Letzt steht heute der SPÖ ein Mann vor, der in seiner Jugend als Redner auf antizionistischen Hassdemonstrationen linksextremer Antikolonialisten auftrat und in seiner Partei durchgesetzt hat, dass ein palästinensischer Fake-Staat anerkannt wird, zu dessen Bildung die Palästinenser gar nicht in der Lage sind, weil sich PLO und Hamas als Todfeinde wutentbrannt gegenüberstehen. Die PLO will ihr korruptes Netzwerk erhalten, in dem die europäischen Unterstützungsgelder auf verschiedene privilegierte Clans aufgeteilt werden und die Hamas, weil sie einen Urzeit-Islam will, der wiederum nicht zum westlich dekadenten Lifestyle der PLO-Rackets passt.
Der Antisemitismus quillt aus jeder Pore dieser Gesellschaft