Politik und politischer Journalismus werden zur unaufgeklärten Religion, zum primitiven tribalistischen Kult. Irrationales Umtanzen des Klimafetisch, Flucht vor der Flüchtlingsinvasion in die sektiererische Anbetung der Vielfalt, hysterische Abwehrrituale gegen rechte Hexen und Teufel und die ständig brennenden Scheiterhaufen der Medieninquisition. Alltag in einer politischen Kultur des Wahnsinns.
In Deutschland wächst die Hysterie rund um das Phänomen des neuen Popstars der Politik, Ulrich Siegmund. Er könnte der erste Ministerpräsident der AfD werden. Sein Gegenkandidat der CDU, Sven Schulze, liegt mit seiner Partei rund 20 Prozentpunkte hinter Siegmund und ist ein früh gealterter, rundköpfiger Apparatschik. Seit 2014 sitzt er in Parlamenten und Regierungen herum. Eine konventionelle, adrette CDU-Figur ohne Ausstrahlung. Im Gegensatz dazu sprüht Ulrich Siegmund vor Energie und Charisma, zeigt eine hohe soziale Kompetenz, ist äußerst spontan und zudem mit großer Schlagfertigkeit ausgestattet. Weil alle anderen Parteien gegen ihn chancenlos sind, haben sie längst im Hintergrund eine Zusammenarbeit gegen das AfD-Wunderkind vereinbart. Sven Schulze wird also auch mit der Nachfolgepartei der Mauerschützen-SED, der Partei DIE LINKE, regieren, wenn die AfD mit Siegmund nicht die absolute Mehrheit erreicht.
Medieninquisition und das Schüren von Massenpanik
Da der Sieg des AfD-Kandidaten möglich ist, tobt rund um Sachsen-Anhalt, das Bundesland, um das es geht, eine Medieninquisition sondergleichen, und irrationale Gerüchte werden ausgestreut, mit dem Ziel, in der Bevölkerung Massenpanik und Angsthysterie auszulösen. Die Stimmung ist vielerorts aufgebracht und lässt innere Bilder von einem Mob entstehen, der mit Mistgabeln und Dreschflegeln bewaffnet im nächtlichen Fackelschein über den Dämon Siegmund herfällt und ihn zum Scheiterhaufen führt. Und was sind die Argumente gegen die AfD? Mit Siegmund als Ministerpräsident wird das Abitur des Landes wertlos werden, in den Schulen wird das Sprechen über Hitler im Geschichtsunterricht verboten sein, eine völkische Politik wird Asylanten austreiben, Investoren werden abwandern und ähnlicher Blödsinn. Der in Italien seit Jahren regierenden Giorgia Meloni hat man im Vorfeld ihrer Wahl Ähnliches angedichtet. Heute ist sie eine der renommiertesten europäischen Politikerinnen. Und sie gehört zu den Wenigen, die selbst Donald Trump die Stirn zu bieten wagt. Trump nimmt sie ernst. Andere, wie den BlackRock-Lobbyisten Friedrich Merz, lässt der amerikanische Präsident im Vorzimmer der Macht demonstrativ warten, um ihn dann gnadenhalber vortreten zu lassen. Übrigens ist der seit 1945 schlechteste Bundeskanzler Deutschlands Multimillionär mit Privatjet und kassiert im Monat 40.000 Euro vom Staat.
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